Preidl im Plenum: Chancengleichheit statt Bildungs-Löschhubschrauber

Bildstark erklärt der Landtagsabgeordnete Julian Preidl bei seiner Rede im Bayerischen Landtag, warum er und die FREIE WÄHLER-Fraktion den Dringlichkeitsantrag der GRÜNEN ablehnen. Der Generationenpolitische Sprecher appelliert an die Verantwortung der Gesellschaft statt blind verteilten Bildungshilfen.

 

„Wenn die Gesellschaft – bildlich gesprochen – mehr und mehr verlernt, Brände eigenständig zu löschen, soll der Staat unverzüglich mit dem Löschhubschrauber vorsichtshalber über jedes Haus fliegen. Beim heutigen Thema der Bildung gilt dies für die Elternhäuser in unserem Freistaat“, Julian Preidl findet bei der Plenarsitzung im Bayerischen Landtag deutliche Worte. Die GRÜNEN-Fraktion wünscht sich in einem sogenannten Dringlichkeitsantrag „mal wieder neue Bildungsangebote“ und diese vorsichtshalber für alle Elternhäuser.

„Aber nicht überall brennt, raucht oder funkt es. Vielleicht ist irgendwann auch einmal zu viel überflutet. Es muss auch in unserem Freistaat langfristige, echte Chancengleichheit geben, die bis ans Ende denkt“, argumentiert Preidl dagegen.

 

Unter Applaus seiner Kolleginnen und Kollegen der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion begründet er die Ablehnung des Antrags wie folgt: Die Selbstwirksamkeit der Eltern dürfe nicht außer Acht gelassen werden, Hysterie und Mentalität getreu dem Motto “Der Staat hat die alleinige Verantwortung” verkenne die Wurzeln des Problems. Anlass des Antrags waren die jüngsten Ergebnisse des IQB-Bildungstrends, für Preidl skurril: „Die Ergebnisse zeigen, dass es Defizite in den naturwissenschaftlichen Fächern gibt, aber die GRÜNEN bemängeln im Antrag, dass ausgerechnet die Fächer Kunst, Musik und Werken an den bayerischen Schulen gekürzt worden sind. Danke für diese Vorlage.“

 

Es gebe bereits Maßnahmen aus der Regierung, beispielsweise im Rahmen der Pisa-Offensive im Frühjahr 2024, die stärkere Fokussierung auf die Kernbereiche Sprache und Mathematik, Lesen, Schreiben und Rechnen sei laut des Bayerischen Realschullehrerverbandes ein wichtiger und notwendiger Schritt. Diese Maßnahmen würden ihre Wirkung naturgemäß erst mit zeitlicher Verzögerung zeigen, doch Preidl warnt vor Pflicht- und Regulierungswahn.

 

„Zeitgemäßer wäre doch mehr Verantwortung in die Gesellschaft. In unsere Lehrkräfte und die vielen tollen Angebote, die es schon jetzt in unserem Staat gibt, wie beispielsweise die Familienstützpunkte, über 240 gibt es in ganz Bayern, sie bieten niedrigschwellige Bildungs- und Beratungsangebote an. Dann gibt es noch die Elternbildung, Familienbildung vor Ort, Erziehungs- und Familienberatung, Frühe Hilfen und die KoKi-Netzwerke. Sie alle helfen unkompliziert bei Themen zu Entwicklungsfragen, Erziehungsschwierigkeiten, Trennung, Medienkonsum, Übergang an die Schule, familiäre Belastungen und vieles mehr. Der Freistaat Bayern stellt also bereits zahlreiche Feuerlöscher bereit und deswegen lehnen wir den Antrag ab!“, erläutert MdL Preidl abschließend.

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