Preidl und Sparkasse warnen vor „Hallo Mama/Papa, ich brauche sofort Geld!“

Experte der Sparkasse Cham klärt im Bürgerbüro des Landtagsabgeordneten Preidl über Online-Banking, Betrugsmaschen und Gegenmaßnahmen auf, das Interesse an dem Vortrag war groß. Denn: wenn Geschädigte schnell handeln, kann die Bank das Schlimmste noch verhindern.

Cham. “ Mama, es ist ein Notfall – bitte überweise mir schnell 5.000 Euro!“ Mit solchen Schockbotschaften versuchen Betrüger immer wieder, über das Telefon an Zugangsdaten oder Geld zu kommen. Johann Urban, Bereichsdirektor bei der Sparkasse Cham, informierte im Chamer Bürgerbüro in der Grünwaldstraße 3 darüber, wie sich Kundinnen und Kunden am besten schützen können und wie die Sparkasse für sicheres Online-Banking sorgt. Das Interesse war groß und das Büro bis auf den letzten Platz gefüllt.

„Diese Anrufe können jeden treffen. Auch in meinem persönlichen Umfeld sind mir Betrugsversuche über das Telefon oder per E-Mail bekannt. Meiner Meinung nach muss der Staat die Bürgerinnen und Bürger informieren und aufklären, wenn er die Digitalisierung voranbringen will,“ stellt MdL Julian Preidl, Generationenpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion, heraus.

„Online-Banking ist technisch sicher und die Betrüger kommen nur an Ihre Daten, wenn Sie sie ihnen selbst geben“, beruhigte Urban die Zuhörerinnen und Zuhörer. Man habe es immer selbst in der Hand, ob man seine Daten herausgibt oder einfach den Hörer auflegt. Und selbst wenn man dem vermeintlichen Kind, Polizisten oder Bankmitarbeiter seine Zugangsdaten mitgeteilt hat, könne man mit einem schnellen Anruf bei seiner Bank alles wieder zurechtrücken. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse seien darauf trainiert, innerhalb weniger Minuten alles Notwendige zu unternehmen, um das Geld der Kundinnen und Kunden zu schützen.

„Wir von der Bank werden Sie niemals anrufen und Zugangsdaten fordern oder E-Mails verschicken, in denen Sie Ihre Zugangsdaten preisgeben sollen“, betonte Urban ausdrücklich. „Selbst wenn die Nummer der Sparkasse auf dem Display steht – legen Sie auf, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt und rufen Sie dann lieber zurück.“

Weitere Gegenmaßnahmen seien eine aktuelle Virensoftware auf allen Geräten, das Geheimhalten von Zugangsdaten und PIN-Codes, keine unbekannten Transaktionen freizugeben und für alle Endgeräte (Smartphone, PC, Tablet, Smartwatch) einen sicheren Zugangscode zu verwenden. Bei der Sparkasse prüft seit diesem Jahr eine KI nach streng geheimen Regeln alle Transaktionen im Bruchteil von Sekunden. Seitdem sei Urban kein erfolgreicher Betrugsfall mehr bekannt.

Auch der Freistaat sei nicht untätig, betonte Preidl abschließend. Mit gebündelter Kraft gehen bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg Staatsanwaltschaft und Polizei koordiniert gegen Online-Betrug aller Art vor. Die Resultate seien durchaus zufriedenstellend, so der Abgeordnete.

 

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