Die Helfer hinter den Helfern: Schindler und Preidl besuchen das THW
Blaulicht kann man kaufen – Zusammenhalt nicht. Beim Besuch des Technischen Hilfswerks in Cham machte sich Landrat Christian Schindler zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Julian Preidl (beide FREIE WÄHLER) ein Bild von der Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Der Chamer Ortsverband hat seinen gesamten Fuhrpark aufgebaut, um zu zeigen, was sie alles können.
Gemeinsam mit den Ortsbeauftragten Dominik Schmidt und Roland Frommhold und vielen weiteren Verantwortlichen des THW-Ortsverbandes Cham erhielten die beiden Kommunal- und Landespolitiker einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Ortsverbandes. Der Besuch führte zunächst zur Außenstelle in Chamerau und anschließend an den Hauptstandort nach Cham. Dort wurden die Gebäude, Werkstätten und Fahrzeughallen besichtigt. Die Ehrenamtlichen erklärten anschaulich, welche Aufgaben die einzelnen Fahrzeuge übernehmen, wie Einsätze vorbereitet werden und warum jede Minute zählt, wenn der Alarm eingeht.
Es geht beispielsweise um das Füllen der Sandsäcke bei Hochwasser, um den Transport von Treibstoff bei Großeinsätzen oder auch die XXL-Kocheinsätze, um viele Schneekatastropheneinsatzkräfte zu stärken. Vom klassischen Gerätekraftwagen über den Mehrzweckgerätewagen bis hin zu Spezialanhängern und Boot verfügt der Ortsverband über eine beeindruckende Ausstattung. Doch immer wieder wurde eines deutlich: Moderne Technik ist nur so gut wie die Menschen, die sie bedienen.
„Man merkt sofort, mit wie viel Leidenschaft und Professionalität hier gearbeitet wird“, bemerkt Landrat Christian Schindler. „Das THW ist eine unverzichtbare Säule unseres Bevölkerungsschutzes. Hinter jedem Fahrzeug und jeder technischen Ausstattung stehen Menschen, die Verantwortung übernehmen, wenn Hilfe gebraucht wird. Dieses Engagement verdient höchsten Respekt und große Anerkennung.“ Landtagsabgeordneter Julian Preidl ergänzt: „Blaulichtfahrzeuge kann man kaufen. Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein und den Willen, anderen Menschen zu helfen, kann man nicht bestellen.“
Besonders spannend wurde es, als die Helferinnen und Helfer aus ihrem Einsatzalltag erzählten. Statt trockener Zahlen standen echte Geschichten im Mittelpunkt. Berichtet wurde von Unwettereinsätzen nach schweren Stürmen, von Hochwasserlagen, technischen Hilfeleistungen und der engen Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. So erinnerte das THW unter anderem an den Bau eines rund 15 Meter langen Behelfsstegs im Rahmen der Landesgartenschau in Furth im Wald – eine Aufgabe, bei der Präzision, Teamarbeit und technisches Know-how gefragt waren. Ebenso berichteten die Ehrenamtlichen von der großen Waldbrandübung in Chamerau, bei der das THW gemeinsam mit zahlreichen Feuerwehren und Hilfsorganisationen den Ernstfall probte und seine logistischen Fähigkeiten unter Beweis stellte. Solche Übungen seien unverzichtbar, um im Ernstfall Hand in Hand arbeiten zu können.
Neben den vergangenen Einsätzen ging es auch um die Zukunft des Ehrenamtes. Die Verantwortlichen berichteten über die Ausbildung neuer Helferinnen und Helfer, die Arbeit der THW-Jugend und die Herausforderung, Menschen langfristig für ein Engagement zu gewinnen. Für Schindler ist dies ein zentrales Thema: „Eine starke Gemeinschaft braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Dem konnte Preidl nur zustimmen: „Das THW zeigt eindrucksvoll, wie viel durch Zusammenhalt, Verlässlichkeit und Teamgeist erreicht werden kann.“
Zum Abschluss bedankten sich die beiden Politiker herzlich bei Ortsbeauftragten, Führungskräften und allen Helferinnen und Helfern für den offenen Austausch und für ihren unermüdlichen Einsatz und waren sich einig: „Wir alle hoffen, dass das THW möglichst selten ausrücken muss. Aber es ist ein ungemein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass hier Menschen bereitstehen, die im Ernstfall hochprofessionell helfen können. Dieses Ehrenamt ist unbezahlbar – und genau deshalb verdient es unsere Anerkennung und unsere politische Unterstützung.“
