Leichter, praktischer, günstiger: MdL Preidl gibt Impuls für Exoskelett von hier

„Innovation darf kein Großstadtprivileg sein“ – Preidl fördert Exoskelett-Forschung im Landkreis Cham. Exoskelette entlasten die Gelenke beim Heben von schweren Dingen. Die Vision des Landtagsabgeordneten Julian Preidl: ein leichteres, praktischeres und auch kostengünstigeres Modell, das auch wirklich im Alltag eines Pflegers oder einer Lageristin eingesetzt werden kann. Durch eine Sonderförderung aus dem Bayerischen Landtag soll dies am Gesundheitscampus in Bad Kötzting entwickelt werden.

 

Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft harter Arbeit. Um die Menschen, die jeden Tag anpacken. In der Pflege, im Handwerk, in der Landwirtschaft oder in der Logistik. Um Rücken, die zu früh verschleißen. Um Hände, die schwere Lasten tragen. Und um die politische Frage: Wo findet eigentlich Fortschritt statt – nur in den Städten oder auch bei uns vor Ort?

Mit einer gezielten Sonderförderung setzt der Landtagsabgeordnete Julian Preidl hier ein klares Zeichen: Die Forschung an Exoskeletten wird bewusst im ländlichen Raum gestärkt – dort, wo körperliche Arbeit zum Alltag gehört. 45.000 Euro fließen in den Aufbau eines neuen Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkts am Gesundheitscampus Bad Kötzting.

 

„Innovation darf kein Großstadtprivileg sein“, erklärt Preidl, „gerade bei uns im ländlichen Raum wissen wir, was körperlich belastende Arbeit bedeutet. Genau hier müssen die Lösungen entstehen – nicht irgendwo am Computer, sondern nah an den Menschen. Wir reden viel über die Zukunft der Arbeit – hier gestalten wir sie ganz konkret.“

 

Technologie, die wirklich hilft – nicht nur gut klingt

Exoskelette – also technische Stützsysteme für den Körper – gelten seit Jahren als Hoffnungsträger. Sie können beim Heben entlasten, Bewegungen unterstützen und helfen, gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Doch die Realität sieht oft anders aus: Viele Modelle sind zu schwer, zu teuer oder schlicht nicht alltagstauglich.

Genau hier setzt die Initiative an. Ziel ist es, ein Exoskelett zu entwickeln, das nicht nur technisch beeindruckt, sondern im echten Arbeitsalltag funktioniert: leicht, bezahlbar, robust und komfortabel.

 

„Wir brauchen keine Hightech-Spielereien, die im Lager verstauben“, so Preidl. „Wir brauchen Lösungen, die der Pflegerin im Nachtdienst helfen, dem Handwerker auf der Baustelle und dem Mitarbeiter im Betrieb. Darum geht es. Unternehmen aus der Region können von Anfang an eingebunden werden. Genau das ist der Unterschied – und genau das ist unsere Stärke.“

 

Forschung, die vom echten Leben ausgeht

Das Besondere: Der neue Forschungsschwerpunkt setzt konsequent auf Praxisnähe. Der Gesundheitscampus Bad Kötzting hat genau dieses Ziel: unsere Gesundheit, unser tägliches Leben verbessern. Im Fokus dieser Forschung stehen dabei ganz konkrete Fragen: In welchen Berufen – von Landwirtschaft über Handwerk bis Pflege – sind Exoskelette wirklich sinnvoll einsetzbar? Wo scheitern heutige Modelle im Alltag – etwa durch Gewicht, eingeschränkte Beweglichkeit oder mangelnde Robustheit? Welche Materialien und Konstruktionen braucht es, um die Technik leichter, ergonomischer und gleichzeitig bezahlbar zu machen? Und wie lassen sich Prototypen direkt vor Ort entwickeln und testen?

 

Starke Region, starke Zukunft

Für Preidl ist die Initiative mehr als ein einzelnes Forschungsprojekt. Sie ist ein politisches Signal: Der ländliche Raum kann Innovation – und er muss sie auch gestalten. Mit dem neuen Forschungsansatz wird nicht nur an einer konkreten Technologie gearbeitet, sondern auch der Grundstein für einen langfristigen Forschungsschwerpunkt gelegt. Wertschöpfung, Know-how und Zukunftsperspektiven bleiben damit bewusst in der Region.

 

„Wir investieren hier nicht nur in Technik“, so Preidl. „Wir investieren in Gesundheit, in bessere Arbeitsbedingungen und in die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat. Bayern braucht starke Städte – aber genauso starke ländliche Räume.“

 

Die Exoskelett-Förderung ist Teil der Fraktionsinitiativen im Bayerischen Doppelhaushalt 2026/2027, mit denen insgesamt elf Projekte aus der Region mit mehr als einer Million Euro unterstützt werden.  

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