Preidl plädiert: sicheres Sozialsystem für Familien

Am Rednerpult spricht er in einer Doppelrolle: als Abgeordneter, aber auch als Vater. Als bekannt wurde, dass das Familiengeld wegfällt, hat er als Sozialpolitiker erst einmal geschluckt. Doch für ihn ist klar: das Geld unterstützt nur an anderer Stelle. Die AfD hat nun trotzdem einen Gesetzentwurf im Bayerischen Landtag für ein sogenanntes Betreuungsgeld eingebracht. Für Preidl eine finanziell nicht umsetzbare Leistung, die nur ein veraltetes Familienbild abbildet.

 

Zurück in die Arbeit oder Zuhause bei den Kleinen bleiben? Dieser Frage stellen sich alle Eltern irgendwann. Die Entscheidung soll nach Gefühl getroffen werden und nicht nach dem Geldbeutel, findet Julian Preidl, Generationenpolitischer Sprecher und Vater.

 

            „Ich bin genau der Richtige bei diesem Thema, mein Sohn ist jetzt ein gutes Jahr alt. Die Frage lautet: Was sind die Anforderungen an moderne Elternschaft? Und ich weiß persönlich, worum es geht. Was die Menschen und vor allem die jungen Eltern wollen. Denn die Ansprüche haben sich etwas geändert. Auch die repräsentative Umfrage „Eltern im Fokus“ der Körber-Stiftung letztes Jahr verdeutlicht: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich in den letzten zwei Jahren für die Familien deutlich verbessert“, erklärt MdL Preidl.

Was die Eltern belaste, seien Sorgen aufgrund der weltpolitischen Lage, „also genau die Hetze und Verunsicherung, von der Ihre Partei lebt. Wir entlasten Familien – Sie belasten sie“, fügt Preidl bei seiner Plenarrede mit Blick auf die AfD hinzu. Preidl sieht in der aktuellen Situation eine Aufgabe, die zwar groß, aber nicht unmöglich und vor allem realitätsnah sei. Die Kinderbetreuung müsse ausgebaut werden, sodass Eltern, wenn sie eine Kindertagesstätte oder einen -garten benötigen, auch einen qualitativ hochwertigen Platz bekämen. Betreuungskapzität stärken und die Qualität Stück für Stück weiter verbessern, dafür wolle Preidl das Geld investieren. Es brauche echte Wahlfreiheit zwischen dem Nutzen der staatlichen Infrastruktur und der Versorgung Zuhause.

 

Preidl warf der AfD vor, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen, insbesondere kinderlose Menschen und Familien. Statt moderner Konzepte setze die Partei auf veraltete Lösungsansätze. „Es fehlt ein proaktiver Ansatz, wie Familien wirklich gestärkt werden können“, so der Abgeordnete.

Die FREIEN WÄHLER setzen nach Preidls Worten stattdessen auf den Ausbau und die Qualitätsverbesserung der Kinderbetreuung. Bayern investiere rund drei Milliarden Euro in diesen Bereich. „Der steigende Bedarf zeigt, dass dieser Weg richtig und notwendig ist“, erklärte er.

Zugleich betonte Preidl die Bedeutung echter Wahlfreiheit für Eltern. Diese bedeute, zwischen staatlicher Betreuung und häuslicher Erziehung frei entscheiden zu können. Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen, würden durch kostenlose Beratung, Vernetzungsangebote und flexible Informationsstrukturen unterstützt.

Auch den Ganztagsausbau und die enge Zusammenarbeit der Familienministerien nannte Preidl als wichtige Bausteine einer modernen Familienpolitik.

Dem AfD-Entwurf bescheinigte Preidl zwar, den Begriff der „qualitativen Zeit“ aufzugreifen, verwies jedoch darauf, dass erst eine funktionierende Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur echte Zeit für Familie ermögliche. „Erziehungsangebote sorgen dafür, dass Eltern Zeit für ihre Kinder haben – und nicht nur nebenbei.“

Abschließend machte Preidl deutlich, dass steigende Kosten und wachsende Bedarfe verantwortungsvolle politische Entscheidungen erforderten: „Manchmal sind diese nicht bequem. Aber wir investieren bewusst in eine bessere Infrastruktur, damit es Familien in Bayern auch in Zukunft gut geht.“

 

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