Nach Hitler-Vergleich: MdL Preidl schockiert über inakzeptables Verhalten der Kreisrätin Fischer
Lange hat der Landtagsabgeordnete sich nicht zu ihr geäußert, um der polarisierenden Person keine zusätzliche Plattform zu geben, doch nun geht das Verhalten der Kreistagskollegin zu weit. MdL Julian Preidl bezieht Stellung zu einem aktuellen Facebook-Post der Kreisrätin Christl Fischer und legt ihr nahe, ihr politisches Amt nieder zu legen.
„Das geht viel zu weit! Christl Fischer vergleicht die aktuelle politische Lage mit der NS-Zeit und begründet die Suizid-Rate damit – ohne fundierte Hintergründe. Angst schüren, Unsicherheiten ausnutzen und dazu noch Falschinformationen verbreiten, das ist gefährlich und sehr unprofessionell!“, positioniert sich der Landtagsabgeordnete Julian Preidl. Er bezieht sich auf einen Facebook-Post von Christl Fischer, AfD-Kreisrätin des Landkreises Cham. Sie schreibt, ihr Sohn habe mit seiner Arbeit Flossenbürg besucht und schreibt dahingehend: „Hr. Hi… hat damals alle aus dem Weg räumen lassen, die nicht seiner Meinung waren. Ähnlich praktizieren es heute Schwarzrotlinkslilablassgrün.“ Damit greift sie demokratische Parteien an, während ihre Partei erst wieder vor Gericht bestätigt bekam, vom Bayerischen Verfassungsschutz bezüglich Verfassungsfeindlichkeit beobachtet werden zu dürfen, und ihre Mitglieder regelmäßig in den Schlagzeilen sind, da sie in den Parlamenten rechtsextreme Begriffe verwenden, NS-Lieder singen und das Goebbels-Zitat „Wollt ihr den totalen Krieg?“ als Klingelton haben sollen.
Das Verhalten auf den Sozialen Medien beurteilt Preidl als inakzeptabel und es beschädige das Bild des Landkreises in ganz Bayern, „das Amt des Kreistagsmitgliedes ist ein verantwortungsvolles mit Wirksamkeit. Solch ein Vergleich zeigt, welch Geistes Kind Frau Fischer ist. Ich stelle deshalb stark in Frage, ob Frau Fischer das Amt bei solchen Vergleichen im demokratischen Rahmen glaubwürdig ausüben kann. Mehrmals ist Fischer mit erschütternden Vergleichen aufgefallen. Es handelt sich bei diesem Post um keinen Einzelfall, sondern nachweislich um einen Vorsatz grenzwertiger Desinformation.“
Preidl weiß aus erster Hand: im Bayerischen Landtag glänzt die Partei selten mit hilfreichen Aussagen, sondern bezieht sich auf Gesetze, die nicht existent sind, fordert wöchentlich denselben Tagesordnungspunkt, der stets von allen anderen abgelehnt wird und dadurch nur unnötig aufhält, und allgemein ist sie immer gegen sinnvolle Lösungen, sondern lieber dagegen. Überspitze Aussagen sorgen im Plenarsaal für Empörung, nur damit sie im Anschluss auf Tiktok Unruhe schüren.
Im Kreistag zeigt sich die AfD ruhiger, denn: sie zeigt sich kaum. In der letzten Legislatur waren die Mitglieder selten bei den Sitzungen, selbst bei der konstituierenden und damit wichtigsten Sitzung des neuen Gremiums waren nicht alle anwesend, es fehlte zum Beispiel Landratskandidatin Christl Fischer. Die Frau, die mit Hetze gegen ausländische Menschen in den sozialen Medien polarisiert, schreibt jetzt in ihrem Post über die anderen Parteien nach dem Vergleich mit Adolf Hitler und der NS-Zeit: „Sie eliminieren zwar niemanden, aber verstehen es perfekt Menschen zu unterdrücken und ihnen Angst zu machen… soviel Angst, dass seit 2020 die Selbstmordrate um das zigfache gestiegen ist. Auch eine Methode… ach, den Rest denke ich mir jetzt… Bussi“.
Laut Statista ist die Zahl der Suizide in Deutschland seit dem Jahr 2020 um gut 10 Prozent gestiegen – in den Achtzigern waren es im Vergleich knapp doppelt so viele Selbsttötungen. Aufgrund effektiverer Vorsorgemaßnahmen, einer verbesserten Aufklärung, einer gewachsenen Sensibilität in der medialen Berichterstattung und der Verkleinerung von Packungsgrößen schwerer Medikamente konnte diese Zahl halbiert werden.
MdL Preidl abschließend: „Diese inhaltsleeren Aussagen gehen zu weit! Das ist eine unmenschliche Beleidigung gegenüber den Opfern des Holocausts. Die NS-Zeit ist das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte und wegen Fischers Partei gibt es Banner auf Demonstrationen, auf denen „Nicht wieder ist jetzt“ zu lesen ist, wegen ihrer Partei haben queere Menschen bei uns nicht die Freiheit, die sie haben sollten, wegen ihrer Partei haben Menschen mit Behinderung Angst um ihre Existenz, da sie in den Augen ihrer Partei nichts gelten, da sie nicht komplett arbeiten können. Ihre Partei schürt Angst, Hass und Hetze. Den Vergleich überlasse ich Ihnen.“


